The Cradle Factor

Warum fühlt es sich so gut an in einer Hängematte zu liegen? Das Gefühl des Schwebens, des Schwingens… das wohlige Körperbefinden in einer sonnengewärmten Zeitlosigkeit… Erinnerungen aus frühester Kindheit werden wach und lassen die reale Welt definitiv mit dem Traumland verwachsen. Sanft schwingend, leichtes Schaukeln, wie damals im Tuch, im Kinderwagen, in der Wiege, im Bauch…

 

 

             
         
             

Die hohe Kunst des …

Nicht auszudenken, was die Welt ohne Freizeit, Fun und faulenzen wäre. Das ultimative Utensiel um diese drei wichtigen "Lebensdirektiven" zu vereinen ist eine Hängematte, die überall mitgenommen werden will. Und falls mal zuhause geblieben wird, fühlt sie sich auf dem Balkon, in der Stube, oder im Schlafzimmer zum Entspannen bereit.

 

 

             
         
             

Hängemattenkultur

Die Hängematte hatte ihre Anfänge zu einer Zeit, in der sich der Mensch mit den ersten gewobenen Textilien und deren Anwendungsgebiete auseinandersetzte. Wann dies wirklich stattgefunden hat und wer die Hängematte wirklich erfunden hat, ist noch immer eine historische Streitfrage. Sicher ist, dass Mesopotamier wie Aegypter, Polynesier, Griechen, Inkas, Römer, und weitere antike Hochkulturen die Hängematte kannten und sie durch sämtliche Gesellschaftsschichten gebraucht und benutzt wurde.

 

 

             
         
             

Produktion

Der Süden Indiens zeichnet sich heutzutage, wie vielerorts auf der Welt, durch eine steigende Gegensätzlichkeit im wirtschaftlichen Bereich aus. Während z.B. die Stadt Bangalore durch den informationstechnologischen Aufschwung eine Modernisierung im Zeitraffer durchläuft, pflügt der Bauer keine zwanzigKilometer weiter mit seinem Wasserbüffel den Acker. Und auch die Hi-Tech Windräder zur Stromgewinnung in Tamil-Nadu stehen in einer zeitlichen Kontroverse zu den beinahe unzählbaren Haushalten, die sich mit Kerosinlampen oder Kerzen über die alltäglichen Stromausfälle aushelfen, wenn überhaupt eine elektrische Versorgung vorhanden ist. Gerade in dieser Zeit des kolossalen technischen Umschwungs in Indien scheint es immer wichtiger zu werden, einen vielschichtigen Handel zu betreiben, der schlussendlich den Menschen den nötigen Freiraum erhält. Deshalb werden diese Hängematten nicht in einer Fabrik hergestellt, sondern in einem Dorf. Dieses kleine Dorf, das in früheren Zeiten hauptsächlich landwirtschaftlich tätig war, hat sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr der Textilverarbeitung zugewandt. Durch die Modernisierung der nahen Landschaft wurde die Gemeinde geradezu gezwungen sich ein neues Arbeitsfeld zu schaffen, was auch geglückt ist. Gearbeitet wird im Gemeinschaftshaus, oder Zuhause, meist in Gruppen. Die Struktur dieser Arbeitsgemeinschaft ist sehr transparent - es weiss jede/r, was die/der andere verdient - ,die Arbeit wird gerecht aufgeteilt und hält auch die sozialen Fäden zusammen. So müssen diese Menschen nicht in eine Fabrik, eine Stadt gehen, die irgendwo ist. Sie arbeiten und leben in ihrer gewohnten Umgebung und fertigen diese Hängematten und andere Produkte, während die Kinder in die Dorfschule gehen. Die Schule wird durch die Produktion mit unterstützt. So haben alle Schüler (aus ärmeren und reicheren Familien) Zugang zu Lernmitteln wie Bücher, Hefte und zu Computer. Die Menschen in diesem Dorf haben durch ihren Sprung in die kollektive Eigenständigkeit einen Schritt gewagt, der für sie einen sanften Weg in die Moderne verspricht.